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06.05.2013

Adolf Kessel (CDU): Augenärztliche Notfallversorgung zeitnah umsetzen

Landtagsabgeordneter Adolf Kessel stellt erneut Anfrage an Landesregierung zur ambulanten wohnortnahen augenärztlichen Notfallversorgung / Patientenforum: Unhaltbarer Zustand

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Adolf Kessel

MAINZ/WORMS Um im Falle der augenärztlichen Notfallversorgung in Worms und Rheinhessen zu einer patientengerechten Lösung zu kommen, hat der Landtagsabgeordnete Adolf Kessel (CDU) erneut eine Parlamentarische Anfrage an die Landesregierung gestellt. „Ich wollte mich über den aktuellen Sachstand informieren, vor allem aber in Erfahrung bringen, welche konkreten Schritte die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz zu unternehmen gedenkt, um eine wohnortnahe ambulante Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu sprechstundenfreien Zeiten zu gewährleisten und wann diese umgesetzt werden“, so der Unionspolitiker.

Das gleiche Anliegen verfolgt seit Jahren auch Manfred Pfeiffer, Vorsitzender des in Rheinhessen ansässigen PatientenForum e.V., das sich bundesweit für Patienteninteressen stark macht. „Für mich ist es auf Dauer ein unhaltbarer Zustand, dass Notfallpatienten Fahrtwege von über 60 Kilometer in Kauf nehmen müssen, um einen augenärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen zu können“, so Pfeiffer in Richtung Kassenärztlicher Vereinigung.
Deren Aussage zufolge soll im Zuge einer Neustrukturierung des vertragsärztlichen Bereit-schaftsdienstes „voraussichtlich ab dem Jahr 2014“ eine Analyse der fachärztlichen Bereit-schaftsdienste erfolgen. Für die Patientinnen und Patienten, die seit Jahren auf eine zeitnahe Lösung warten, ist eine solche Aussage wenig zufriedenstellend. „Schon im Mai 2012 hat die Kassenärztliche Vereinigung auf Anregung des Seniorenbeirats der Stadt Worms in Aussicht gestellt, eine augenärztliche Notfallversorgung im Klinikum Ludwigshafen als Ersatz für das weiter entfernt gelegene Uniklinikum Mainz einzurichten. Inzwischen ist ein Jahr vergangen, ohne dass in dieser Sache irgendetwas passiert wäre – und jetzt erfahre ich auf meine Anfrage, dass Gespräche mit dem Klinikum Ludwigshafen „in Kürze“ aufgenommen würden“, stellt Adolf Kessel fest.
„Vor diesem Hintergrund gewinnt man den Eindruck, dass in dieser wichtigen Frage auf Zeit gespielt wird“, konstatiert der Wormser Abgeordnete, der sich damit nicht zufriedengeben will – und auch Landesregierung in der Pflicht sieht. „Wenn der Sozialminister, wie in der Antwort auf meine Parlamentarische Anfrage geäußert, es für wichtig hält, die Bürgerinnen und Bürger stärker in die Entscheidungen im Gesundheitswesen einzubeziehen, was ich ausdrücklich begrüße, dann erwarte ich aber auch, dass er alles dafür tut, um dem Bürgerwillen nach einer möglichst zeitnahen Einrichtung einer wohnortnahen augen-ärztlichen Notfallversorgung Rechnung zu tragen“. Und hier sieht Adolf Kessel durchaus noch Handlungsbedarf. Immerhin liegt die Rechtsaufsicht über die Kassenärztlichen Vereinigungen bei den für die Sozialversicherung zuständigen obersten Verwaltungs-behörden der Länder, also beim Sozialminister“, gibt der Christdemokrat zu bedenken.
Ein stärkeres Eintreten des Ministers für die Interessen der Patientinnen und Patienten fordert auch Manfred Pfeiffer. Dazu gehört auch, dass man mit den Patientenvertretern spricht – und sie nicht vertröstet. Seit Monaten warte das PatientenForum e.V. auf einen bereits zugesagten Gesprächstermin in Sachen augenärztlicher Notfallversorgung, der trotz mehrfacher Nachfrage noch nicht zustande gekommen ist.
„Wir erwarten, dass der zuständige Minister sich mit mehr Nachdruck dafür einsetzt, möglichst schnell eine patientengerechte Lösung für die Wormser Bürgerinnen und Bürger herbeizuführen – ansonsten bleiben seine Worte nichts als reine Lippenbekenntnisse“, so Adolf Kessel und Manfred Pfeiffer.