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04.04.2018

Adolf Kessel: Potential mit rheinhessischen Partnern gemeinsam nutzen

MdL und Wormser CDU-Chef Adolf Kessel sieht große Chance für Worms durch geplanten Rheinhessen-Ausschuss / Identität von Rheinhessen weiterentwickeln / FOTO-GALERIE

cdu rheinhessen parteitag in saulheim

Tisch Mitte, linke Seite: Axel Wintermeyer, Christian Baldauf, Jan Metzler (halb verdeckt), und Adolf Kessel (v.li.), Tisch Mitte, rechte Seite: Markus Conrad, Tobias Bartenbach und Professor Willy Spannowsky (von vorn nach hinten).

RHEINHESSEN/WORMS/SAULHEIM Die rheinhessische CDU hat auf ihrem Parteitag in Saulheim einstimmig den Antrag für einen Regionalausschuss Rheinhessen verabschiedet. Der Wormser Landtagsabgeordnete und CDU Vorsitzende Adolf Kessel sieht dies als einen wichtigen Schritt, damit Rheinhessen künftig mit einer Stimme sprechen und gemeinsame Interessen besser nach außen vertreten kann. Eine große Chance sieht Kessel dabei auch für Worms:

„Der Stadt Worms kommt aufgrund ihrer strategischen Lage in der Mitte zwischen den beiden Metropolregionen Rhein Neckar und Rhein Main ein besondere Bedeutung zu“, erklärt Kessel, der schon seit 2015 an dem Zukunftskonzept der CDU für Rheinhessen mitarbeitet, das auch die Schaffung eines solchen Ausschusses vorsieht. Wie Kessel deutlich macht, kann sich Rheinhessen mit Hilfe des geplanten neuen Gremiums künftig viel besser positionieren. Dies komme auch Worms zugute: „Als Gelenk und Brücke zwischen den beiden prosperierenden Wirtschaftsräumen kann Worms in vielen Bereichen profitieren“, führt Kessel aus und zieht mit Blick auf die Möglichkeiten dieser neuen interkommunalen Zusammenarbeit in dem Gremium das Fazit: „Dieses große Potential gilt es zukünftig im Verbund mit den rheinhessischen Partnern stärker zu nutzen.“
Der Rheinhessen-Ausschuss soll sich nach dem Willen der CDU aus den beiden rheinhessischen Kreistagen und Stadtparlamenten zusammensetzen. Der Wörrstädter VG-Bürgermeister Markus Conrad, der die AG Rheinhessen in der CDU leitet, fasste zusammen: Rheinhessen habe viele Alleinstellungsmerkmale. Nun gehe es darum, „die unverwechselbare Identität von Rheinhessen zur Geltung zu bringen und weiterzuentwickeln“.
Der Bundestagsabgeordnete Jan Metzler, der ebenfalls von Anfang an am Zukunftskonzept mitgearbeitet hat und als CDU-Vorsitzender des Kreises Worms-Alzey die rund 200 Gäste auf dem Parteitag in Saulheim als Hausherr begrüßte, wies auf die Besonderheit der Veranstaltung hin: Die Union sei erstmals in ihrer Geschichte zu einem eigenen themengetriebenen Parteitag der rheinhessischen Christdemokraten zusammen gekommen. Conrad sagte: „Damit schaffen wir eine neue Form der interkommunalen Zusammenarbeit“.
Rückenwind gab es auf dem Parteitag auch von Professor Willy Spannowsky von der TU Kaiserslautern sowie von Axel Wintermeyer, dem Chef der hessischen Staatskanzlei und Vertreter der Metropolregion. Beide bestärkten die rheinhessische CDU. „Tun Sie’s!“, sagte Wintermeyer – nur, wer seine gemeinsamen Interessen artikuliere, könne diese auch durchsetzen. „Ein Regionalverband Rheinhessen könnte zur Bündelung von Interessen zusätzlich beitragen und verlässlicher Ansprechpartner für uns sein“. Professor Spannowsky gab Tipps zur regionalen Positionierung an den Beispielen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Chef der CDU-Rheinhessen-Pfalz, Christian Baldauf, fasste zusammen: „Für mich liegt die Zukunft Rheinhessens auch in einem solchen Modell“.
Auch die regionalen rheinhessischen Institutionen wie Rheinhessen-Marketing, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum und Rheinhessenwein waren vor Ort und unterstützten die Idee. „Bündeln statt verzetteln“ – das sei der richtige Weg, sagte Tobias Bartenbach, der Peter E. Eckes und Rheinhessen-Marketing vertrat.
Rechtlich bindende Beschlüsse können in dem Regionalausschuss, wie ihn die CDU vorsieht, nicht gefasst werden. Aber es können gemeinsame Initiativen und Projekte durch die Mitglieder des Ausschusses in die beiden Kreistage und Stadträte eingebracht werden. Die möglichen Themen sind vielfältig und reichen vom Verkehrskonzepts über Schulentwicklungsplanung, Wirtschaftsförderung oder Wohnungsbau. Laut CDU-Antrag sollte der Ausschuss noch in diesem Jahr umgesetzt werden.